HAGENBRUNN / NÖ KIRCHENWEG 1995

Wettbewerbsprojekt mit Josef Dabernig

Die Kirche des Dorfes Hagenbrunn liegt etwas abseits des bebauten Kerns. Der Weg dahin führt über landwirtschaftlich genutzte Flächen, deren schöne Feldstruktur durch eine sporadische, einseitige Bebauung empfindlich gestört wurde.
Als perfekte Visualisierung eines Widmungsfehlers stehen nun einige Privathäuser zusammen- hanglos in der Landschaft.
Die Wettbewerbsaufgabe war es, einerseits in der Straße verkehrs- beruhigende Maßnahmen zu setzen und die Kirche aus der Distanz optisch mit dem Ortskern zu verbinden.

Der Vorschlag:
42 Spiegel 1,20 x 2,0 m jeweils an der westseitigen Parzellengrenze im Straßenboden eingespannt. Damit Aufnahme des Parzellenduktus und der Struktur der Landschaft. Durch Spiegelung Instandsetzen der zerstörten Feldstruktur und gespiegelte Nachbarn für die einseitige Bebauung.

Die eingespannten Verbindungsspiegel trennen die Straße in Gehweg und Fahrstreifen. Als verunsichernde "Schneide" bewirken sie langsameres Befahren. Nachts Spiegelung der Lichter (scheinbarer Gegenverkehr).

 

Wien,02.01.1996